Mittwoch, 9. Dezember 2009

Im Königreich der Kälte

"Im Königreich der Kälte" von Nick Lake habe ich bei den Büchereulen im Rahmen einer Leserunde gewonnen und gelesen.
Am Anfang war ich sehr begeistert. Geschichten von Kindern, die ihre Eltern, Freunde wasauchimmer suchen, gibt es zwar sehr oft, aber diese war irgendwie anders. Sie spielt in der Arktis, einem Ort, der in den Büchern, die ich sonst gelesen habe, kaum eine Rolle gespielt hat. Die Figuren waren auf ihre Art sehr skurril und sympatisch - nicht so 08/15 wie viele andere. Was mir aber besonders gut gefallen hat, war dass Tagebuch- und Blogeinträge sowie Morsecodes in den Text eingebettet waren. Sowas mag ich.
Aber ab einem bestimmten Punkt hat sich das Blatt gewendet. Die Geschichte wurde mir zu grausam und undurchsichtig. Im Nachwort erfährt man dann sogar, dass die Inuit-Sagen sogar noch grausamer seien und hier noch abgeschwächt worden seien. (Dass die Sagen so sind, dafür kann der Autor ja nichts, aber seine eigene Geschichte hätte er nicht so brutal machen müssen.) Besonders die Hauptfigur, Light, handelte plötzlich sehr eigenartig und unpassend. Und das wurde bis zum Ende irgendwie nicht besser. Im Gegenteil das Ende war sehr konstruiert und undurchsichtig.
Alles in allem ist es ein nettes Buch, wenn man viel Blut und Gewalt gut abkann. Die Idee und die Figuren sind größtenteils sehr schön, aber die Geschichte läuft irgendwann aus dem Ruder und wendet sich zum Negativen.

New Moon

Vor fast einer Woche war ich mit meiner besten Freundin in "New Moon - Biss zur Mittgasstunde". Eigentlich wollte ich noch ein paar Wochen warten, damit im Kino nicht mehr so viele begeisterte, kreischende Fans sitzen, aber dann war die Neugierde doch größer. Da wir nicht einsahen knapp zehn Euro für die Kinokarte auszugeben, wenn man drei Stunden früher bloß sechs Euro zahlt, waren wir also um vier Uhr nachmittags im Kino. Ein Fehler. Natürlich waren unsere Plätze besetzt. Ausgerechnet von zwei Jungs, die - wenn überhaupt - gerade erst zwölf Jahre alt geworden sind und sich genauso benommen haben. Am Anfang vom Film haben die natürlich die ganze Zeit durch den - eigentlich ruhigen - Kinosaal "Ruhe" gerufen. Als dann endlich Ruhe war, abgesehen vom Gekicher und Geseufze, wenn Edward aufgetaucht ist, wurde nach ca. einer halben Stunde Pause gemacht. Jedenfalls ging das Licht an und der Film war aus. Seltsam, aber ich bin von Kino schon ganz andere Sachen gewöhnt. Auf jeden Fall konnte man dann erst wieder nach einer gefühlten Ewigkeit den Film genießen.
Mir hat er ganz gut gefallen. Der zweite Teil der Buchreihe ist mein Lieblingsband und bisher geht es mir mit den Filmen ebenso. Es ist zwar nicht der beste Film der Welt, den man unbedingt gesehen haben muss, aber ich habe mich gut unterhalten gefühlt und er war auch mehr als nur "Bilder zum Buch". Die Musik war wie auch in "Twilight" sehr gut.

Montag, 30. November 2009

(500) Days of Summer

"Das Vermächtnis Shivas" von Charlotte Wolf ist ein schönes und spannendes Jugendbuch, das mir sehr gefallen hat. Ich habe es bei den Büchereulen im Rahmen einer Leserunde, die von der Autorin begleitet wurde, gelesen und es hat sehr viel Spaß gemacht. Die Figuren haben mir gut gefallen und die Geschichte wird nie langweilig. Was ich aber besonders hervorheben möchte, ist die Atmosphäre, die auf der "Kreuzfahrt" erzeugt wurde. Es hat einfach alles gestimmt.

Danach habe ich "Mein Tag ist deine Nacht" von Melanie Rose als Wanderbuch bekommen. Ich hatte zu Beginn ein wenig bedenken, da das nicht ganz so mein Genre ist, aber es hat mir ganz gut gefallen. Zwischendurch war es mal ein wenig langweilig, aber wissen zu wollen, wie es ausgeht, hat dafür gesorgt, dass ich es recht schnell durch hatte. Wobei ich von dem Ende irgendwie enttäuscht bin. Alles in allem war das Buch ganz nett, aber ich bin froh, dass ich es nur ausgeliehen habe.


Letzte Woche war ich endlich in "(500) Days of Summer". Ich liebe diesen Film und will ihn sofort auf DVD haben. Leider lief er im Kino entgegen der Ankündigung auf Deutsch. Ich denke auf Englisch ist er sogar noch besser. Er ist kein Liebesfilm, er ist ein Film über die Liebe und bis ins kleinste Detail einfach perfekt: die Schauspieler, die Erzählweise, die Musik (!), einfach alles. Der Soundtrack läuft schon lange bei mir rauf und runter.

Sonntag, 22. November 2009

Letztens

Letzte Woche bin ich mit "Die Caravaggio-Verschwörung" von Nicole C. Vosseler fertig geworden. Ein schönes historisches Jugendbuch, bei dem ich zum ersten Mal überhaupt vom Maler Caravaggio gehört habe. Es ist ziemlich spannend und mir wurde nicht langweilig beim Lesen. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt.


Letztens war ich mit einer Freundin in "Die Päpstin" im Kino. Eigentlich wollte ich das Buch vorher lesen, aber dazu bin ich leider nicht mehr gekommen. Ich fand den Film eigentlich ganz gut, was aber vor allem an Johanna Wokalec lag, die ich total super finde. Teilweise waren mir die Dialoge aber etwas zu einfach. Ich verstehe Dinge auch, ohne das sie drei Mal wiederholt werden müssen. Allerdings habe ich jetzt nicht mehr so richtig Lust auf das Buch...

Samstag, 14. November 2009

Die Zarentochter

"Die Zarentochter" von Petra Durst-Benning hat mir sehr gut gefallen. Abgesehen davon, dass die äußere Gestaltung wunderschön ist, steht der Inhalt dieser in nichts nach. Die Geschichte um Olga fand ich sehr interessant. Da ich in der Geschichte der Russischen Zaren nicht bewandert bin, war es schön mal in diese Welt einzutauchen. Schön, dass es noch einen Folgeband geben wird, der allerdings erst Ende 2010 erscheinen wird.

Danach habe ich "Skulduggery Pleasant: Der Gentleman mit der Feuerhand" von Derek Landy gelesen. Ein sehr actionreiches Buch, dessen Humor genau meinen getroffen hat. Das Buch liest sich sehr schnell, da die Geschichte ein sehr hohes Tempo hat, aber zur Abwechslung gefällt mir das auch mal ganz gut. Die nächsten Teile der Reihe werde ich bestimmt auch noch lesen.

Montag, 26. Oktober 2009

Lesen und stricken

"Madame Bovarys" Ende muss erst einmal warten. Mir sind ein paar Wanderbücher dazwischen gekommen, von denen das erste aber schon weggelesen ist.

"Das Buch ohne Namen" von Anonymus hat mir eigentlich ganz gut gefallen. Es war zwar sehr viel los und es gab viele Figuren, aber ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich mal den Faden verloren habe. Der Schreibstil war ganz ok. Nicht besonders toll, aber man konnte es einfach runterlesen. Was mich aber massiv an dem Buch gestört hat, war der in der Innenseite des Buchdeckels genannte Vergleich mit Douglas Adams. Das Buch hatte rein GAR NICHTS von Douglas Adams, so weit ich das beurteilen kann. So ein Quatsch. Aber ich habe richtig Lust bekommen "Per Anhalter durch die Galaxis" mal wieder zu lesen (eins der wenigen Bücher die ich tatsächlich mehrmals gelesen habe und auch noch werde). Zu dem Tarantino-Vergleich kann ich nichts sagen.

Im Moment lese ich "Die Zarentochter" von Petra Durst-Benning. Oder besser gesagt: Ich habe damit angefangen.

Mein SuB ist in den letzten zwei Wochen auch wieder um zehn Bücher gestiegen. Ich war nämlich beim Büchersortieren und habe das ein oder andere schöne Buch gefunden. Da ich Ende der Woche innerhalb meiner Uni-Stadt umziehen muss, liegen die aber noch bei meinen Eltern und aus dem Gedächtnis bekomme ich die nicht mehr zusammen, glaube ich.

Trotzdem war ich letztens noch in einem Buchladen und habe mir dort etwas gekauft: kein Buch, sondern eine Strickzeitschrift. Irgendwie juckt es zum ersten Mal seit einem bzw. eigentlich sogar zwei Jahren wieder in meinen Fingern. Aber bevor ich mich an etwas Größeres wage (die letzte Strickjacke hat sage und schreibe zwei Jahre gebraucht bis zu ihrer Vollendung, ist aber jetzt fertig), stricke ich erst einmal einen Schalkragen oder so was in der Art. Meine Mutter hat in der "Landlust" Bilder davon gesehen und drei links, drei rechts im Kreis sind für den Anfang ganz gut. Wenn er nichts wird, muss ich ihn nicht einmal aufribbeln, weil ich so viele Knäuel von der Wolle habe, das zehn solcher Dinger machen könnte...

Freitag, 9. Oktober 2009

Mal wieder viel auf einmal

Ich bin gerade sehr im Stress. Ich mache im Moment ein Praktikum, nächste Woche geht die Uni wieder los, ich brauche dringend eine neue Bleibe und Zeit mit meinem Freund, meinen Freunden und meiner Familie will ich ja auch noch verbringen... Zum Lesen und ins Kino gehen, komme ich aber trotzdem noch zwischendurch:

Mit Sebastians Fitzeks "Seelenbrecher" bin ich schon lange fertig. Ich habe nur ein Wochenende gebraucht und wäre bestimmt schneller gewesen, wenn ich an einem Abend nicht alleine zuhause gewesen wäre und mich getraut hätte, weiterzulesen. Es war unheimlich spannend, ein richtiger "Pageturner". Ich glaube, ich werde zum Fitzek-Fan.

Danach habe ich "Coraline" von Neil Gaiman gelesen. Das habe ich ebenso wie den Fitzek als Wanderbuch von den Büchereulen bekommen. Die Geschichte hat mir auch sehr gut gefallen. Ich möchte mir auf jeden Fall den Film angucken und noch mehr von Neil Gaiman lesen. Seine Ideen finde ich super.

Als nächstes habe ich "Der talentierte Mr. Ripley" von Patricia Highsmith von meinem Uralt-SuB befreit. Das Buch hat mir auch ganz gut gefallen. Ich mag es, wie Highsmith beschreibt, wie ein scheinbar normaler Mensch zum Mörder bzw. Verbrecher werden kann. Das fand ich auch bei "Zwei Fremde im Zug" schon toll. Bis vor kurzem wusste ich auch gar nicht, dass es noch mehr Ripley-Bücher gibt. Wenn ich mal eins zwischen die Finger bekomme, werde ich es bestimmt auch lesen.

Im Moment mache ich bei einer Klassiker-Leserunde bei den Büchereulen mit und lese "Madame Bovary".


Zwischendurch war ich mit meiner besten Freundin, einer der wenigen, die meine Begeisterung für Disney-Pixar-Filme teilen, in "Oben". Sehr schöner Film. Besonders die erste Hälfte und ganz besonders der Anfang waren einfach nur schön und traurig.

Meinen Freund habe ich letztes Wochenende in "Verblendung" geschleppt. Die Umsetzung es sehr gelungen. Die Besetzung, insbesondere Lisbeth, ist einfach großartig. Meiner Meinung nach wurden genau die richtigen Teile für das Kino gekürzt/verändert, wobei das Ende nicht ganz gestimmt hat, aber das werden die nächstes Jahr mit "Verdammnis" bestimmt richtig stellen. Bei der EINEN Szene (diejenigen, die das Buch kennen, wissen bestimmt, welche ich meine) bin ich allerdings mal aufs Klo gegangen. Das tue ich normalerweise nie während eines Films, aber diese Szene hat mir im Kopf gereicht, die muss sich mir nicht noch auf meine Netzhaut einbrennen.