Samstag, 1. August 2009

Kino x 2

Letztens wollte mein Freund, der normalerweise eine Kino-Muffel ist, ins Kino gehen. Da so eine Chance unbedingt ergriffen werden muss, bin ich also mit ihm in "Brüno" gewesen; einem Film, den ich mir unter normalen Umständen nicht angeguckt hätte. Ich habe vor Urzeiten auch "Ali G in da House" und "Borat" gesehen und mir wurde bei beiden Filmen bestätigt, dass Sasha Baron Cohens Filme nicht meinem Humor entsprechen - nicht zu 100% jedenfalls. Im Großen und Ganzen war der Film ganz unterhaltsam, auch wenn ich an anderen Stellen lachen musste, als der Rest des Kino-Publikums. Ich habe ihn als Original mit Untertiteln gesehen, auf Deutsch funktioniert der Film bestimmt viel weniger. Aber empfehlen möchte ich ihn hier dennoch nicht, wenn man weiß, dass man mit "Borat" nichts anfangen konnte.

Außerdem habe ich mir "Harry Potter und der Halbblutprinz" angeguckt. Auch wenn mir die HP-Filme nicht so richtig gefallen, als Fan der Bücher ist der Film einfach ein Muss. Natürlich wurde die Handlung komisch gekürzt und es gibt Szenen, die im Buch nicht vorkommen, aber mir geht es bei den Filmen auch irgendwie um etwas anderes. Für mich sind die Filme "Bilder zum Buch". Keine 1:1-Umsetzung, sondern nur ein paar Szenen von denen man jetzt weiß, wie andere Menschen sie sehen. Außerdem mag ich die Schauspieler (allen voran Alan Rickman und Helena Bonham Carter). Was der Film aber auf jeden Fall geschafft hat, ist, dass ich die Bücher noch mal lesen möchte. Gut, dass ich die Hörbücher habe und immer zum Einschlafen ca. 10 Minuten höre, (im Moment bin ich bei Band 3, ich brauche also bestimmt noch ein Jahr, bis ich zum letzten Band kommen...) so beeinträchtigt das meinen SuB nicht weiter.

Tausend strahlende Sonnen

Ich habe auch endlich "Tausend strahlende Sonnen" von Khaled Hosseini gelesen.
Nachdem mich sein "Drachenläufer" so sehr mitgenommen hat, brauchte ich Zeit, um mich an seinen zweiten Roman zu wagen. Zwei Frauen in Afghanistan zur Kriegszeiten, das schien sehr hart zu werden. Wurde es auch. Allerdings habe ich bei diesem Roman nicht so mitgelitten, wie beim "Drachenläufer". Ich weiß nicht, ob ich abgestumpft bin, ob ich mich durch meinen privaten Stress nicht so sehr darauf einlassen konnte, oder ob es einfach anders geschrieben ist und eine andere Wirkung hat. Aber das Buch ist trotzdem sehr gut und lesenswert. Meiner Meinung nach ist es nicht so stark wie sein Vorgänger, aber immer noch stark genug. Und ich muss jetzt direkt mal nachgucken, wann der nächste Roman von Hosseini erscheint und worum es darin geht.

Das Leben der Wünsche

Von vorablesen.de habe ich "Das Leben der Wünsche" von Thomas Glavinic bekommen.
Die ersten paar Seiten erzählen von einem Mann, der von einem völlig Fremden gesagt bekommt, dass er drei Wünsche frei hat. Nicht solche Wünsche àla "Ich wünsche mir...", sondern der Hauptfigur, Jonas, werden im Laufe der Zeit seine inneren Wünsche erfüllt. Das hörte sich für mich sehr vielversprechend an. Allerdings verläuft die Geschichte dann anders als erwartet. Zunächst passiert nicht viel. Man erfährt etwas über Jonas Alltag und alles plätschert nur so dahin. Bis sich dann Geschehnisse ereignen, von denen man nur vermuten kann, dass die zu seinen Wünsche gehören. Es wird auch immer unklarer, was von den Dingen, die im Lauf der Geschichte passieren und die Jonas erlebt wahr ist, und was nur geträumt. Von Jonas Wünschen und dem Fremden vom Beginn des Romans wird nicht mehr gesprochen. Deswegen war das Buch für mich hauptsächlich sehr verwirrend und das Ende unzufriedenstellend.
Was mir aber sehr gut gefallen hat, war der Schreibstil. Dass Anführungszeichen bei der wörtlichen Rede weggelassen wurden, hat mich nicht weiter gestört. Es hat sogar gut zu der Handlung gepasst, und mich als Leser davon distanziert. Die negative Grundhaltung der Geschichte war eigentlich ganz interessant, bis ich dann zu sehr verwirrt war, um ernsthaft und von schrecklichen und seltsamen Ereignissen in dem Buch passierten, mitgenommen zu werden.

Donnerstag, 30. Juli 2009

Die unsichtbaren Stimmen

Ich habe dieses Buch als Wanderbuch über die Büchereulen bekommen.
Die unsichtbaren Stimmen“ von Carolina De Robertis hat mir relativ gut gefallen. Es lässt sich sehr gut lesen. Der Schreibstil war irgendwie anders, ich kann aber leider nicht sagen, warum und sorgte dafür, dass ich mich manchmal schwer tat das Buch aus der Hand zu legen.
Südamerika als Schauplatz hat mich gereizt, da ich darüber so gut wie gar nichts weiß und es für mich mal etwas Anderes ist. Leider wurde mir das beim Lesen des Buches ein wenig zum Verhängnis, weil ich nicht mitgekommen bin mit den geschichtlichen Ereignissen und diese dann auch nicht so gut einordnen konnte.
Die Geschichte an sich, war leider nicht so toll, wie ich mir das gewünscht habe. Das Schicksal der Frauen, hat mich manchmal mitgenommen, meistens war mir aber das, was ihnen widerfahren einfach zu viel. Teilweise konnte ich auch nur schwer oder gar nicht nachvollziehen, warum die Figuren handelten, wie sie handelten.
Alles in allem fand ich das Buch nicht schlecht. Man kann es lesen, muss man aber nicht. Ich bereue jedenfalls nicht, es getan zu haben.

Samstag, 18. Juli 2009

Mal wieder SuB-Zuwachs

Dass ich am Bücherkauffasten teilnehme, hindert mich natürlich nicht daran Wanderbücher zu bekommen und bei Gewinnspielen mitzumachen. Normalerweise habe ich bei letzteren eher selten Glück. Aber ausgerechnet jetzt, wo ich versuche meinen SuB mal ein bisschen abzubauen und Dank Uni-Stress kaum zum lesen komme, gewinne ich innerhalb einer Woche vier (!) Bücher. Natürlich freue ich mich wahnsinnig, aber das hat schon ein bisschen was von Murphy's Gesetz.

Zuerst kam ein Paket von der Lesejury an. Darin waren "Engelspfade" und "Solange es Wunder gibt". Die entsprechen eigentlich so gar nicht meinem Lesegeschmack, aber vielleicht erlebe ich ja beim Lesen eine positive Überraschung. (Obwohl ich mir das vor allem bei Engelspfade nur schwer vorstellen kann...)

Dann habe ich noch eine E-Mail von SauberEingeschenkt bekommen, dass ich "Sündenhof" gewonnen habe. Leider der dritte Teil einer Serie, so dass ich mir die ersten beiden wohl auch noch irgendwann besorgen muss. (Ich lese äußerst ungern und äußerst selten Buchreihen durcheinander.)
Und ich habe nach langer Zeit mal wieder bei vorablesen mitgemacht und direkt Glück gehabt. Im Lauf der nächsten Wochen trudelt dann "Das Leben der Wünsche" bei mir ein und will gelesen und rezensiert werden.

Außerdem ist das Buch, dass ich bei Lillys Gewinnspiel gewonnen habe, angekommen. Vielen Dank nochmal für "Das zerbrochene Siegel".

"Tage des Monsuns" habe ich jetzt zugunsten des Wanderbuchs "Die unsichtbaren Stimmen" abgebrochen. Obwohl abgebrochen wohl das falsche Wort ist, wenn man ein Buch nach nur 20 Seiten auf einen späteren Zeitpunkt verschiebt.

Sonntag, 12. Juli 2009

Scherbenpark

Vor ein paar Tagen bin ich mit "Scherbenpark" von Alina Bronsky fertig geworden. Dank der Wanderbücher bei den Eulen hatte ich die Möglichkeit, es zu lesen. Als das Buch gerade erschienen ist, habe ich sehr viel von dem Buch gehört: Interviews mit der Autorin, Leseproben und Kritiken überall. Deswegen war ich ziemlich neugierig. Als ich es dann als Wanderbuch entdeckt habe, habe ich mich natürlich umso mehr gefreut.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Durch den Erzählstil und die Ich-Erzählerin wird man sofort in die Geschichte gezogen und es liest sich sehr gut. Für mich hatte es genau das richtige Maß an Ernsthaftigkeit und Witzigkeit. Es war nicht zu traurig, aber auch nicht unpassend fröhlich. Es war einfach genau richitg und lohnt sich gelesen zu werden.

Mittwoch, 8. Juli 2009

Vergebung

Letzte Nacht bin ich mit dem letzten Teil der Trilogie Stieg Larsson "Vergebung" fertig geworden. Am Ende konnte ich einfach nicht mehr aufhören zu lesen. Es war einfach so spannend und interessant. Das Buch - nein, die ganze Reihe - ist einfach großartig. Auch wenn Larssons Erzählstil manchmal ein bisschen ausführlich ist und ein paar wenige Längen hat, wird man auf jeden Fall für's Durchhalten belohnt. Mir fällt sonst nichts ein, das mir nicht gefallen hat.
Und ich freue mich schon wahnsinnig auf die Filme.